Die Zeit bei der Piratenpartei (2012-2018)

Im Frühjahr 2012 trat ich der Piratenpartei bei, mit der ich seit 2009 sympathisierte. Ich wollte in einer Partei aktiv sein, die innerparteiliche Basisdemokratie lebt, wo junge Menschen eine Chance haben, in die Spitze der Partei aufzusteigen, wo es eine Vorstellung davon gibt, wie umfassend die Revolution ist, die wir mit dem Umbau zu einer digitalen Gesellschaft erleben werden.
Ich wollte mich in einer Partei engagieren, wo meine Herzensthemen wie Bildung, Familie, Transparenz und Teilhabe höchste Priorität haben, genauso wie die Verteidigung der Bürgerrechte und der Kampf gegen die Neuentstehung eines Überwachungsstaates.
Ich wollte in einer jungen Partei arbeiten, die strukturell verhindert, dass Menschen an Posten kleben und sich durch zu langen Einfluss von politischer oder sonstiger Macht negativ verändern. Eine Partei, die mutig ist und Visionen hat – auch radikalere.
Für mich war diese Partei die Piratenpartei; sie steht für eine internationale Bewegung, für die Vorstellungen einer Generation, die heute im Bundestag keine Entsprechung findet.
Bei die Piraten ist auch nicht alles einfach. Aber das ist nicht vermeidbar in einer jungen Partei, die so schnell gewachsen ist und so viel erreichen möchte.


Deshalb habe ich als Listenkandidat #13 zur Bundestagswahl 2017 und zur Bundestagswahl 2013 als Direktkandidat für die Piratenpartei geworben.
Ich wollte den Menschen in Nordrhein-Westfalen und im Wahlkreis 113 Wesel I – in meiner Heimat – eine Möglichkeit anbieten, jemanden zu wählen, der sich einsetzt für eine neue, offene Art der Politik, in der man nicht nur sagt, dass sie für die Bürgerinnen und Bürger da ist, sondern die auch wirklich Politik mit den Menschen gemeinsam bedeutet.
Ich habe in 2013 3567 Erststimmen (2,34%) auf mich vereinen können. Danke für das Vertrauen.
Erhofft hatte ich mir 2013 natürlich ein wenig und 2017 deutlich mehr. Ich kämpfe weiter dafür, dass die Menschen in NRW für eine moderne, den Menschen zugewandte Politik stimmen.


Zu den Kommunalwahlen im Jahr 2014 bin ich ich in Wesel als Wahlbezirkskandidat und als Kandidat auf der Reserveliste der Piratenpartei angetreten.
Die Piratenpartei hat in Kreis und Stadt Wesel jeweils einen Sitz errungen.

Im Rat der Stadt Wesel hatte ich mit Hilmar Schulz (WWW – die junge Alternative) eine Fraktion gebildet und wollte mit ihm gemeinsam für eine offene und bürgerfreundliche Politik eintreten. Hilmar und in Teilen Cie. sind zwischenzeitlich zur SPD übergewechselt, die Fraktion wurde abgewickelt. Die sachkundigen Piraten sind weiterhin in den Ausschüssen tätig.
Ich werde weiterhin mehr Transparenz in das Handeln von Politik und Verwaltung bringen und die Weseler Politik zu dem machen, was sie sein muss: Politik von Bürgern, mit Bürgern, für Bürger.
Ich will Deine Lobby im Weseler Rat sein.

Im Kreis Wesel haben Piraten ebenso einen Sitz errungen.
Gespräche mit der VWG, den Grünen, den Linken und der AfD (ja, die sind an mich herangetreten und wir haben geredet) wurden geführt.
Eine Zusammenarbeit auf Gruppen- oder Fraktionsbasis hat sich nicht ergeben. Die AfD hat zwar intensiv und lange dafür geworben, aber die Piraten haben das mit mir nach mehreren Gesprächen abgelehnt.
Nun werde ich als solitäres Kreistagsmitglied versuchen, unsere politischen Vorstellungen von Gesellschaft bestmöglich in den Kreistag einzubringen.

Für all‘ das brauchte ich die Unterstützung der Menschen im Stadt und Kreis Wesel.
Ich habe vieles gelernt und werde weiter sehr vieles lernen müssen und hoffe weiterhin auf eure Unterstützung.


Von November 2014 bis Dezember 2017 politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen, in den Jahren 2015 und 2016 jeweils wieder gewählt, im Dezember 2017 nicht erneut zum polGF kandidiert, sondern zum Beisitzer kandidiert und gewählt.


Zur Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen trat ich als Listenkandidat für die Piratenpartei an.


Zur Bundestagswahl 2017 trat ich als Listenkandidat (#13) für die Piratenpartei an.


Im August 2018 habe ich aus persönlichen und beruflichen Gründen meiner Ämter und Beauftragungen in der Piratenpartei zurück gegeben (in eigener Sache).


Zum 31. August 2018 habe meine Mitgliedschaft in der Piratenpartei gekündigt (Abschied nehmen tut weh.).