U16-Wahl in Wesel

Die Entwicklung der Uxx-Wahlen in Wesel ist mittlerweile sehr erfreulich.
In der vorletzten Woche vor den Kommunalwahlen am 13.9. können Jugendliche mit ihren Stimmen zeigen, was und wen sie wählen würden, wenn sie denn dürften.

Das ist lange keine Selbstverständlichkeit gewesen (ich hoffe aber, dass es so selbstverständlich bleiben wird).
Noch in den Jahren 2013 ff. zog ich von Schulverwaltung zu Schulverwaltung und warb darum, die Schulen mögen bei den Uxx-Wahlen mitmachen und ihren Schülern die Teilnahme ermöglichen.
Weil kaum eine Schule mitmachte, meldete ich selber Wahllokale an, bastelte Wahlkabinen, suchte nach neutralen Orten, an denen man ein ‚Wahllokal‘ betreiben kann und nach Jugendlichen, die bei der Organisation und Durchführung der Wahllokale mitmachten. Zu Anfang stand ich auch selbst im Wahllokal und gab Wahlzettel aus. Die Wahlbeteiligung war entsprechend bescheiden. Aber auch bei 5 Grad und Nieselwetter machte es Spaß, die jungen Leuten bei ihren ersten Schritten in der demokratischen Beteiligung zu sehen und ihre oft ernsten und ziemlich aufgeklärten Meinungen zu hören.

Die Überzeugung, Jugendliche zumindest nach ihren Meinungen zu fragen wuchs und von Wahl zu Wahl wuchs auch die Zahl der Wahllokale. Mehr und mehr Jugendeinrichtungen und Schulen beteiligten sich.

Heute kann man die Uxx-Wahlen in Wesel als etabliert betrachten. Gut so!


Der nächste Schritt ist nun: Wesels Politik und Verwaltung müssen der Jugend auch zwischen den Wahlen Gehör schenken und die Politik auch an den Bedürfnissen der noch nicht Wahlberechtigten ausrichten. Dauerhaft.

Dafür braucht es dauerhaft auch Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche wie ein Jugendparlament.

Für mich ist klar: Es lohnt, sich dafür einzusetzen.

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